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Inhalt |
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1. Bildmotiv |
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2. Informationstext |
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3. Dokumentierte Realität |
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Klarheit? |
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Klare Angelegenheit: Ebenso wie weibliche Rinder nicht "einfach so" Milch geben, denn erst nach der Geburt des ersten Kalbes fließt die Muttermilch für dessen Ernährung, so erfüllt auch das Legen von Eiern bei Hühnern eine fortpflanzungsbezogene Aufgabe. Hühner legen ihre Eier nicht zum Spaß, sondern zur Fortführung der eigenen Art. Dabei ist es so, dass männliche Hühner, also Hähne, keine Eier legen [können]. Sie befruchten lediglich mit ihren Spermien die Dotterkugeln im Eileitertrichter der Hennen, was schließlich dazu führt, dass aus befruchteten Eiern später Küken schlüpfen – Küken, die für ein hart gekochtes Frühstücksei allerdings niemand braucht. Merkwürdig? Dann sehen wir uns die Lage etwas genauer an:
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Ausbeutung |
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geschlüpftes Küken |
Die "landwirtschaftliche Nutzung" von Hühnern brachte speziell gezüchtete 'Legerassen' mit sich, deren weibliche Exemplare, so genannte "Legehennen", in besonderem Maße fortwährend Eier legen [müssen]. Die Eier macht sich der Mensch anschließend zu eigen, um sie z.B. als Rühreier zu verbraten oder in Kuchenteig unterzumischen. Die eigentliche und natürliche Aufgabe des Eierlegens – Fortpflanzung – spielt sodann bei der "Ei-Produktion" keine Rolle mehr, sofern die zum Legen vorbestimmten Hennen erstmal ihre lebenslange Knechtschaft angetreten haben.
Eine bemerkenswerte Begleiterscheinung der Ei-Produktion ist dabei, dass die Legehenne als solche zuvor logischerweise auch aus einem Ei geschlüpft sein muss. In Deutschland wurden im Jahr 2007 nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) etwa 41,1 Millionen Legehennen gehalten [*1]. Was aber oftmals im wahrsten Sinne des Wortes "unter den Tisch fällt": Die Hälfte der Küken des 'Legehennen-Schlupfs' sind männlichen Geschlechts. Neben den Legehennen gibt es also fast gleich viele männliche Geschwister, in Deutschland über 40 Millionen männliche Küken pro Jahr, die zusammen mit ihren Schwestern ausgebrütet werden. Da männliche Vögel jedoch keine Eier legen, sind diese 'nebenbei' geschlüpften Küken für die Ei-Produktion praktisch wertlos. Für die Mast, also für "Fleischproduktion", sind sie gleichfalls uninteressant, weil es eigens für diesen Zweck gezüchtete 'Mastrassen' gibt, die enorm viel "Fleisch-Masse" in enorm Kurzer Zeit ansetzen. ... so what???
Weil sich Unwirtschaftlichkeit bekanntlich nicht lohnt, werden die unnützen männlichen Küken aus der Legehennenproduktion aussortiert [gesext] und anschließend vernichtet. Die Methoden der Küken-Vernichtung variieren zwischen Ersticken, Zerstückeln und Zermusen – mit gleich bleibendem Resultat: Es entstehen Leichenberge toter Küken.
Die weiblichen Geschwister der getöteten männlichen Küken aus den Legelinien hingegen verbringen ihre relativ kurze Lebenszeit in Form von "Legezeit" meist in speziellen Betrieben, die die Produktion von Hühnereiern als primäres wirtschaftliches Ziel 'prozessoptimiert' haben. Ein in diesen gewinnoptimierten Produktionsprozess hinein-geborenes bzw. hinein-geschlüpftes Huhn legt nicht, wie seine frei lebenden Verwandten, nur wenige Eier im Jahr für die eigene Fortpflanzung, sondern unablässig viele Eier. Es entspricht dem ihm vom Menschen zugewiesenen Zweck. Bedingt durch zielgerichtete Zuchtergebnisse und dosierte äußerliche Reize, wie z.B. intensive künstliche Beleuchtung oder das permanente Entnehmen der Eier, werden "Legehennen" dazu gedrängt, so viele Eier zu legen wie praktisch möglich. Eine 'deutsche' Legehenne legte 2007 statistisch erhoben 285 Eier [*1]. Im selben Jahr belief sich in Deutschland die Gesamtzahl der [für den Konsum produzierten] Eier auf knapp 11,8 Milliarden Stück. [*1]. |
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Bewusstsein |
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"Legehennen" |
Je nachvollziehbarer die tödlichen und leidbehafteten Umstände sind, die z.B. ein normales Frühstücksei mit sich bringt, desto weniger scheinen diese Umstände im alltäglichen Bewusstsein der Konsumenten präsent zu sein. Nur so lässt sich die extrem hohe Zahl an verbrauchten Individuen und produzierten Eiern erklären. Gleichwohl sind auch Bio-, Öko-, Freiland- oder Bodenhaltung mit der Vernichtung von männlichen Küken verkettet.
Sobald es darum geht, Eier für den menschlichen Gebrauch zu produzieren, begibt man sich in das System der Ausbeutung – "Kollateralschäden" in Form von Milliarden zwangsläufig toter Lebewesen eingeschlossen. Ein einfacher und effektiver Weg, diese Ausbeutung zu vermeiden und langfristig zu unterbinden, ist die Wahl von Alternativen zu tierlichen Produkten. Nudelteig ohne Ei, Kuchen backen mit Sojamilch, Braten mit Olivenöl statt mit Butter oder Grillen ohne Fleisch. Der moderne Gegenentwurf zur postindustriellen Tierprodukt-Konsumkultur der vergangenen 100 Jahre besteht in einer veganen, also tierproduktfreien Lebensweise. Meine uneingeschränkte Empfehlung: Unbedingt ausprobieren!
Informationen zur ethisch-moralischen Diskussion findest du hier auf soylent-network.com und im www; darüber hinaus bekommst du leckere Rezepte und weitere Infos und Anregungen bei den 'Links'. |
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Dokumentation |
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| Eintagsküken |
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Eier für den Brutschrank |
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Küken für die 'Eierproduktion' |
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| Geflügelschlachtung |
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Eier und Innereien |
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Schlachtabfälle von Legehennen |
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| vergaste Eintagsküken |
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geschlüpfte Küken, Brutschrank |
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Legehennenaufzucht |
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| Während der Schlachtung |
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Küken in Aufzucht |
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Hühner, kopfüber aufgehängt |
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| Küken in Gefangenschaft |
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"Bodenhaltung" |
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betäubtes Huhn |
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| Küken im Brutschrank |
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totes Masthähnchen |
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Legehenne |
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Quellen |
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[1]: Der Bestand an Legehennen betrug für das Jahr 2007 41,4 Millionen Legehennen, die durchschnittlich 285 Eier (pro Henne) im angegebenen Jahr legten, davon lag die "Konsumeiererzeugung" knapp 11,8 Milliarden Eier [insgesamt 12,67 Milliarden Eier inklusive Bruteiererzeugung]
Quelle:
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, MBT-0203330-0000 (.xls, Excel-Datei) |
Geschlachtetes Geflügel insgesamt:
• 2005: 1.031.663 Tonnen
• 2006: 1.024.643 Tonnen
• 2007: 1.120.432 Tonnen
Eingelegte Bruteier
zur Erzeugung von Hühnerküken der Legerassen:
• 2005: 123,739 Millionen [Eier]
• 2006: 118,662 Millionen [Eier]
• 2007: 122,341 Millionen [Eier]
Geschlüpfte Küken
zur Erzeugung von Hühnerküken der Legerassen:
• 2005: 46,142 Millionen [Küken]
• 2006: 46,068 Millionen [Küken]
• 2007: 47,194 Millionen [Küken]
Eingelegte Bruteier
zur Erzeugung von Hühnerküken der Mastrassen:
• 2005: 536,660 Millionen [Eier]
• 2006: 575,568 Millionen [Eier]
• 2007: 652,666 Millionen [Eier]
Geschlüpfte Küken
zur Erzeugung von Hühnerküken der Mastrassen:
• 2005: 425,247 Millionen [Küken]
• 2006: 448,186 Millionen [Küken]
• 2007: 494,892 Millionen [Küken]
Quelle: Statistisches Bundesamt - Statistisches Jahrbuch 2008 |
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Info |
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Weiterführende Animationen:
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